Jugendfreizeit auf dem Sternberg


Sternberg

Am letzten Wochenende vor den Sommerferien (26. – 27.07.2014) waren unsere zwei Jugendgruppen, die Trainer und weitere Betreuer gemeinsam auf dem Sternberg und in der Umgebung unterwegs und haben so einiges erlebt.

Hinweis für Kinder, Eltern und interessierte Vereinsmitglieder: weitere Bilder gibt es in einer passwortgeschützten Galerie (hier klicken). Das Passwort erhaltet ihr bei Kassander und Sabine oder über das Kontaktformular beim Vorstand.

Los ging’s am Samstag, den 26. Juli 2014, am TRZ. Nachdem alle Taschen verstaut, alle Eltern verabschiedet und alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer angeschnallt waren, startete der Konvoi Richtung Gomadingen, genauer gesagt zum Wanderheim des schwäbischen Albvereins auf dem Sternberg.

Alles im Lot: Die Rock’n’Roll Jugend auf dem Sternberg bei Gomadingen

Schon die Hinfahrt war abenteuerlich: während die einen den Anschluss an die Kolonne verloren hatten und somit blind ihrem Navigationsgerät vertrauen mussten (und deshalb gefühlte 20 Stunden nach den anderen ankamen und ganz nebenbei schon die ganze Umgebung sahen), hatte eine andere Fahrgemeinschaft eine kleine Autopanne. Diese war jedoch dank der tatkräftigen Unterstützung eines Elternteils schnell wieder behoben – an dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Hilfe!

Die Wanderung vom Dorfzentrum hoch in unser Quartier am Gipfel des Berges fiel wortwörtlich ins Wasser – doch das war nicht weiter tragisch. Nach dem Check-in wurden erstmal die Zimmer gestürmt: auf zwei Stockwerke und vier Räume verteilt wurde auch der letzte Quadratzentimeter im hintersten Winkel jedes Zimmers erforscht. Das Highlight waren eindeutig die elektrischen Dachgaubenfenster, die erstmal ausgiebig geöffnet und wieder geschlossen (und wieder geöffnet und wieder geschlossen …) wurden.

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gemeinsames Grillen am Wanderheim

Währenddessen zogen draußen, beinahe unbemerkt, die Regenwolken weg. Das war ideal, denn das Geräusch, das wir zunehmend vernahmen, war kein Donnergrollen, sondern stammte vielmehr von 20 hungrige Kindermägen! Es war höchste Zeit, sich um die Grillstelle zu versammeln und die Würstchen auf die Grillstöcke zu spießen! Noch immer trauern wir um dutzende Marshmallows, die den Weg in unsere Münder nicht fanden, weil sie schon viel zu früh die Ausfahrt Richtung „Feuer“ nahmen…

Mit vollen Mägen stand anschließend die erste große Herausforderung auf dem Programm: das Beziehen der Betten. Nach einigen Versuchen war dann auch das letzte Bett bereit für erschöpfte Knochen – doch die Betten mussten länger auf uns warten, als gedacht – doch dazu später mehr.

Endlich also ging es nach draußen in’s Grüne: in vier Gruppen aufgeteilt bekamen alle Gruppen Schatzkarten mit Aufgaben und Wegbeschreibungen in die Hände gedrückt. An dieser Stelle muss noch erwähnt werden, dass sich komischerweise alle Gruppen den selben Namen verpassten: „die Gewinner„. Wir trennten uns voneinander und stürmten den Antworten des Rätsels entgegen. Eine Gruppe lief/rannte/stürmte den Planetenweg herunter, andere zählten die Stufen des Ausssichtsturms (und das deutlich öfter als ein Mal!), wieder andere begaben sich auf die Suche nach einer mysteriösen Brücke im Wald, und so weiter.

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Höchste Konzentration: Melissa beim Wurf auf die Luftballons

Am Ende gewannen – drei Mal dürft ihr raten – „die Gewinner“! Doch wer denkt, dass der Schatz damit gefunden war, irrt. Erst nachdem jede und jeder einen Luftballon mit einem Namenszettel im Inneren aufgepustet und zugeknotet hatte und diese anschließend mit Dartpfeilen abgeschossen waren, durften diejenigen, deren Name aus einem zerplatzten Ballon purzelte, ihren Anteil am Schatz entgegennehmen.

Nach so viel Anstrengung waren erstmal einige lustige Spielerunden im Gemeinschaftsraum angesagt. Als dieser Programmpunkt abgehakt war, wurde der Trainer Kassander, der nichts ahnte, zu einer Pause verdonnert. In seiner Abwesenheit bekamen alle völlig weiße Postkarten, die sie selbstständig bemalten und / oder beschrieben. Welchen Sinn das hatte, war erst am darauffolgenden Tag zu verstehen…

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Ein Teil der Gruppe bei Nacht auf dem Aussichtsturm

Nach dem Abendessen und pünktlich zur eintretenden Dunkelheit war es dann endlich soweit: die Nachtwanderung auf den Sternberg-Aussichtsturm stand an. Nach dem Taschenlampencheck konnten wir auch schon los stiefeln.

Der Turm, der allein aus Holz erbaut wurde, ist 32 Meter hoch und der höchstgelegene Punkt in der Umgebung. Nachdem die 142 Stufen (die exakte Anzahl hatten wir bei der Schatzsuche herausgefunden) nach oben bewältigt waren, konnten wir die tolle Aussicht auf das Umland genießen. Da oben war es ganz schön windig und auch wirklich gruselig!

Zeit fürs Bett? Denkste! Der Beamer wurde aufgebaut und sage und sage und schreibe zwei ganze Filme mussten uns in den Schlaf unterhalten. Anschließend wurde bei den Größeren im Zimmer sogar noch gespielt!

Diese Nacht, oder vielmehr dieser Tag mit Überlänge, war dann vielen am darauffolgenden Morgen beim Frühstück ins Gesicht geschrieben. Doch nach Kaba und Brot und Cornflakes sah die Welt schon wieder ganz anders aus.

Die zweite Expedition in den Wald stand uns bevor. In unserem „Lager“ war nämlich am Morgen eine weitere Schatzkiste aufgetaucht, doch diese war mit einem Sicherheitsschloss verriegelt und den Schlüssel mussten wir erst finden.

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Die Gruppe beim Wandern

Die Hälfte unserer Gruppe legte mit einem guten Vorsprung die Spuren zum Versteck des Schlüssels. Die anderen folgten diesen mit zeitlichem Abstand. Nachdem wir öfter Mal die falsche Abbiegung nahmen, gab uns schließlich ein älteres Wanderpaar den entscheidenen Hinweis. Wir fanden die Gruppe, die uns den Weg durch Pfeile aus Stöcken oder Steinen und lilafarbenen Schnüren, versteckt hinter einem Gebüsch. Wo genau der Schlüssel lag, mussten wir dann noch herausfinden.

Als dieser gefunden war, spielten wir noch ein wenig auf dem Spielplatz. Sabine und Kassander gaben nach ewiger Zeit sogar ihre Plätze auf der Wippe ab 🙂

Nachdem wir zurückgewandert waren, konnten Schlüssel und Schatztruhe endlich vereint werden. Die Schatzkiste, auf der „Kassander“ stand, beinhaltete die vielen Postkarten, die wir Tags zuvor bemalt und beschieben hatten. Sie waren mit allerlei Glückwünschen für Kassanders Zukunft und Bildern und Erinnerungen an die letzten fünf Jahre Training versehen, da Kassander ab diesem Herbst nicht mehr in Tübingen sein wird.

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Der Ballonstart

Wir befestigten Heliumluftballons an ihnen und ließen sie anschließend alle gemeinsam in den Himmel steigen – auf jeder von ihnen stand eine Rücksendeadresse und die Bitte, der Finder der Karte möge sie dort hin schicken. Wir sind gespannt, wie viele von den Karten von welchem Ort aus zurückgeschickt werden!

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Sabine gibt Maultaschen aus – keine Verletzten trotz gewaltigem Andrang 🙂

 

Nach mehr als 70 Maultaschen spazierten wir los Richtung Hallenbad, in dem wir die letzten Stunden des Ausflugs schwammen und spielten. Als es dann Zeit war, aus dem Wasser zu gehen, bemerkten wir das erste Mal, was für eine große Gruppe wir waren: als wir gingen, sah das vorher ziemlich volle Becken beinahe menschenleer aus!

 

 

Nach der Rückfahrt versammelten wir uns noch vor dem TRZ, verabschiedeten uns voneinander und wünschten uns tolle Sommerferien – jetzt war es wirklich höchste Zeit für das eigene Bett!